10.30.07
Jetzt geht’s in die Hauptstadt! Ottawa!
Am Donnerstagmorgen haben Lucy und ich uns aufgemacht, um die Hauptstadt Kanadas zu besuchen – Ottawa! Viele haben mir vorher gesagt, dass es nicht wert sei, vier Tage dorthin zu fahren, aber ich muss sagen: Die Stadt war es wert! Wir haben unsere Zeit wirklich genossen. Nun, was haben wir gesehen?
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| October 25th-28th - Ottawa |
Donnerstag
Nach einem 5 ½-stündigen Trip im Greyhound-Bus kamen wir endlich in Ottawa an. Dort angekommen, suchten wir zunächst unser Hostel auf – ein Hostel im Stil einer Jugendherberge, aber was tut man nicht alles, um Geld zu sparen… Es war strahlender Sonnenschein und über zwanzig Grad, sodass wir uns zuerst aufgemacht haben, die Stadt zu besichtigen. Das Parlament, alte Gebäude, viele Statuen… die Stadt ist wirklich unvergleichbar mit Toronto. Im Gegensatz zu Toronto gibt es keine Wolkenkratzer oder ähnliches, die Stadt ist viel grüner und vor allem sehr viel kleiner. Wunderbar also für ein langes Wochenende ausserhalb der Grossstadt! Später am Abend haben wir unseren dritten Mann an der Bushaltestelle abgeholt. Und somit konnte der Kurzurlaub mit unserem Trio – Lucy, Usama und ich – beginnen! Am Abend gab es dann noch ein grosses, leckeres Essen: Etwas, was ich nach unserem dauernden Fast-Food auf dem Campus wirklich sehr gut gebrauchen konnte! Nach dem Essen sind wir dann noch in der Stadt unterwegs gewesen und haben vor allem Fotos mit verschiedenen Statuen gemacht – das Resultat: viele lustige Fotos und eine zerstörte Digitalkamera, die etwas zu tief gefallen ist…
Freitag
Früh aufgestanden, haben wir uns erst einmal aufgemacht, um einen guten Platz für ein Frühstück zu finden. Nach einem traditionellen amerikanischen Frühstück sind wir dann in das Parlament gegangen und sind auf den Turm gestiegen, haben kurz eine Sitzung im House of Commons angeschaut und dann noch eine 45-minütige Führung mitgemacht. Daraufhin haben wir unsere Sightseeing-Tour fortgesetzt, sind viel gelaufen, haben viel gesehen und viele Fotos geschossen… Am Abend gab es dann wieder gutes Essen, danach Getränke in einem Pub und irgendwann spät in der Nacht wieder Schlaf…
Samstag
Am Samstag sind wir wieder früh auf den Beinen gewesen, um zunächst erst einmal ein gutes Frühstück zu geniessen. Im Gegensatz zu Donnerstag und Freitagen hatten wir allerdings nicht so viel Glück mit dem Wetter, es regnete in Strömen. Und – es scheint männlicher Charakter zu sein, dass man keinen Regenschirm hat – wir hatten leider nur zwei Regenschirme. Das führte dazu, dass wir zwar alle halb nass unterwegs waren, aber auch gleichzeitig doppelt soviel Spass hatten! Wegen des schlechten Wetter und wegen Lucys Interesse in Museen, haben wir uns dann in das Museum of Civilisation begeben und dort den halben Tag verbracht. Da Lucys Interesse nicht nachliess, haben wir uns irgendwann zu zweit auf den Weg gemacht, um das Museum wieder zu verlassen – denn vier Stunden Museum sind wirklich genug! Wir sind daraufhin in der Stadt noch ein wenig shoppen gewesen und haben uns dann später zum Abendessen wieder getroffen. Wieder gutes Essen, danach gute Getränke in einem Pub – so lässt es sich leben!
Sonntag
Der Sonntag war kürzer als die anderen Tage, da wir leider wieder zurückfahren mussten… Es war wieder strahlender Sonnenschein und wir haben die Stadt unsicher gemacht. Aber das grösste Erlebnis an diesem Tag war die Greyhound-Busfahrt. Wir kamen relativ früh an der Busstation an und da alle Sitzplätze um unser Gleis belegt waren, hatten wir beschlossen, uns gleich direkt vor die Tür zu stellen. Nicht bewusst, was das für Auswirkungen hat – der Bus sollte erst 45 Minuten später abfahren – fingen die Leute an, hinter uns eine Schlange zu bilden. Denn bei Greyhound gilt – Wer zu spät kommt, den bestrafen die Hunde! Dann hatten wir dort noch eine sehr nette Begegnung… wir unterhielten uns nur darüber, warum das System so kompliziert ist und man selbst mit einem Ticket nicht sicher sein kann, einen Platz zu bekommen… daraufhin kam eine alte Frau brausend auf uns zu und meckerte uns an, dass es nicht ihre Schuld gewesen sei, dass sie den Bus zuvor verpasst habe – sie sei rechtzeitig gewesen – und wir sollten uns nicht über sie lustig machen. Na ja… im Bus haben wir dann darauf geachtet, genug Sicherheitsabstand zu ihr zu haben. Der Bus war voll und einige mussten zwei Stunden auf den nächsten Bus warten.

