Archive for November, 2007

11.15.07

New York City

Posted in Reisen at 01:06 by Alexandra

Mittwoch Abend, 20:00, haben wir uns aufgemacht, um mit dem Auto nach New York City zu fahren! Mit Tank-Stops, Mitternachtsdinner und Grenze haben wir 10 Stunden gebraucht, um dort anzukommen. Die Überraschung: Der Grenzübergang war verhältnismässig einfach und schnell. Gut, wir mussten ein Formular ausfüllen, 6 Dollar bezahlen, ein Foto schiessen lassen und unseren Fingerabdruck abgeben… aber ansonsten - oder besser trotzdem - ging es sehr schnell!

Nun, wir sind also um 6 Uhr morgens in New York angekommen - was macht man um 6 Uhr in New York, wenn man keine Minuten geschlafen hat, die ganze Nacht Auto gefahren ist und kein Bett hat, weil man das Hostel erst für Donnerstag Nacht gebucht hat? Wir sind einfach losgegangen, um mit dem Sightseeing zu beginnen. Wir sind in den Central Parc gegangen, sind bis ins Stadtzentrum gelaufen, am Timesquare angekommen… dann hatten wir erst einmal Frühstück und sind dann weiter gegangen, um die Stadt zu erkunden. Am Abend haben wir dann unsere anderen Studienkollegen getroffen, die etwas länger gefahren sind, hatten dann gemeinsam Abendessen und sind danach in ein Broadway-Musical gegangen. Trotz durchzechter Nacht war ich noch sehr munter und habe das Musical wirklich genossen. Ein paar von meinen Freunden waren nicht mehr so fit und sind im Musical eingeschlafen.

Am nächsten Morgen haben wir uns wiederum aufgemacht, um die Stadt weiter zu erkunden. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so gut, aber das hat uns nicht abgehalten, die Freiheitsstatue zu besichtigen, die Wall-Street anzuschauen und weitere interessante Orte zu besuchen. Am Abend hatten wir dann ein gutes Abendessen in Little Italy (richtige Pasta) und sind dann totmüde zurück ins Hostel gefahren.

Am Samstag habe ich mich dann allein auf den Weg gemacht, da ich im Gegensatz zu den anderen nicht in ein Museum gehen wollte, sondern noch mehr von der Stadt sehen wollte… Ich habe mich zunächst auf nach Chinatown gemacht. Das war sehr interessant, da am Morgen noch keine Touristen in der Gegend sind und ich so wirklich nur zwischen Asiaten spazierte - was schon ein etwas seltsames Gefühl war. Danach habe ich weitere Stadtviertel besichtigt, SOHO, Little Italy… habe im Zentrum noch weitere Sehenswürdigkeiten abgeschaut… und bin dann in die Haupt-Shopping-Gegenden gegangen, um zu erfahren, was Shopping in New York bedeutet… und das bedeutet: Überfüllt, überfüllt, überfüllt, Menschenmassen und Gedränge. Aber es war interessant! Am Abend habe ich mich daraufhin mit den anderen getroffen und dann sind wir gemeinsam Abend essen gegangen. Danach gab es noch ein paar Drinks und dann ging’s ab ins Bett…

Am Sonntag Morgen haben wir noch einmal das Stadtzentrum angeschaut, haben gemeinsam gefrühstückt und sind dann mit dem Auto zurück nach Toronto gefahren. Ja, und das war’s auch schon. Aber um ein Gefühl für die Stadt zu bekommen, hier noch viele Fotos.

New York City

11.06.07

Studiengebühren und Professoren

Posted in Uni at 06:06 by Alexandra

Ich wollte hier nur eine kurze Beobachtung festhalten, die mir besonders in den letzten Tagen aufgefallen ist. Studenten an der Uni hier zahlen relativ hohe Studiengebühren. Besonders Studenten, welche nicht Kanadier sind, zahlen ungefähr $16,000 Canadian Dollars jedes Jahr. Das ändert die Erwartungen relativ stark: Die Studenten wollen etwas für ihr Geld sehen. Und gleichzeitig versuchen Professoren, ihnen das zu bieten. Ein gutes Beispiel von letztem Mittwoch:

Wir haben einen Kurs mit dem Titel “Business and Government”. Die erste Beobachtung in diesem Kurs ist, dass wir zwei Professoren an Stelle von einem Professor haben - und normalerweise sind jeweils beide da!

Einer von den beiden Professoren ist relativ berühmt in Canada… er hat viele verschiedene Positionen in der Regierung eingenommen, war Universitätsdirektor und hat die höchste kanadische Auszeichnung bekommen (Ich habe vergessen, was es genau war). Und er ist meiner Schätzung nach mindestens 75.

Letzte Woche nun kam eben genau dieser Professor mit einem eingegipsten Fuss in unseren Kurs. Er begann zu erklären, dass er die letzte Woche eine Krebsoperation am Fuss gehabt habe und dass wir uns nicht wundern sollten, wenn er mit diesem Fuss den heutigen Tag die ganze Zeit die Position wechseln würde - zum einen würde der Fuss Schmerzen und zum anderen hätten sie ihm an der Hüfte Haut entnommen, um die Wunde zu schliessen…

Das muss man sich mal vorstellen: Ein alter Mann am Ende seiner Siebziger, nicht einmal eine Woche nach einer Krebsoperation, kommt mit einem Taxi zur Uni, nur um unseren Kurs zu unterrichten: Das ist unglaublich! Nun, sicher ist nicht jeder Professor hier so wie er… aber im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz verlangen die Studenten hier schon mehr Engagement von ihren Professoren, weil sie direkt für sie bezahlen. Na ja, ich bin trotzdem froh, dass ich in St. Gallen nicht für jeden meiner Kurse einzeln zahlen muss - das wäre ganz schön nervenaufreibend!